Biografien / Monographien


kadiatou diallo mein afrikanischer himmel  

Mein afrikanischer himmel

Eine Muslimin befreit sich von den Fesseln ihrer Familien

Originaltitel: My Heart Will Cross This Ocean

Als die 13jährige Kadiatou mit einem doppelt so alten Mann verheiratet wird, ahnt sie nicht, welche Qualen ihr in der Ehe bevorstehen. Aufgewachsen in der strengmuslimischen Kultur Guineas, glaubt sie lange Zeit, sich in das Schicksal einer unmündigen Muslima fügen zu müssen. Doch eines Tages ist sie stark genug, für sich und ihre Kinder zu kämpfen. Sie erwirkt die Scheidung - ihr Leben scheint eine hoffnungsvolle Wendung zu nehmen. Doch wie sich bald herausstellt, muß sie für ihre neugewonnene Freiheit einen hohen Preis zahlen.

Kadiatou Diallo wächst in einem kleinen Dorf in Guinea auf. Ihre Familie gehört der Ethnie der Fulbe an, tiefreligiöser MuslimInnen. Mit 13 Jahren wird sie die zweite Frau eines fast 30-jährigen Mannes, dem sie nach Bangkok folgt. Sie beginnt sich in den von ihm betriebenen Edelsteinhandel einzuarbeiten und sich aus der ihr auferlegten Unmündigkeit zu befreien. Als erfolgreiche Expertin für Juwelen kehrt sie nach der Scheidung von ihrem Ehemann nach Guinea zurück. Schließlich erlebt sie einen schweren Schicksalsschlag: 1999 wird ihr ältester Sohn von der Polizei in New York erschossen.



Autor: Kadiatou Diallo
Seitenzahl: 336
Erscheinungsdatum: 2006
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548368638
ISBN-13: 978-3548368634
Verlag: Ullstein Taschenbuch
Größe: 13,5 x 19 cm
Hardcover


Elizabeth of Toro Nyabongo Prinzessin Uganda  

Elizabeth of Toro

Die Odyssee einer afrikanischen Prinzessin. Eine Autobiographie von Elizabeth Nyabongo

Elizabeth Nyabongo, Prinzessin von Toro war Topmodell, Juristin, umstrittene Aussenministerin in der Regierung von Idi Amin.
In diesem Buch schildert sie ihre Kindheit am Hof ihres Vaters, dem sie sich nur auf Knien nähern durfte. Sie erzählt von ihrer Erziehung in Europa und ihrer Laufbahn auf den Laufstegen der westlichen Welt.
Stets blieb sie ihrem Motto treu: „Schönheit gehört einem nicht allein, sondern ist vielmehr ein Abbild des Volkes, des Landes, aus dem man kommt. Sie ist ein Guthaben, das einem zu treuen Händen anvertraut wurde ... Ich wollte den Mythos von der überlegenen weißen Schönheit und Kultiviertheit zerstören.“

In der Autobiografie verschmelzen afrikanische und europäische Kultur, analysierender Intellekt und instinktive Weisheit zu einem faszinierenden Bild Afrikas.



Autor: Elizabeth Nyabongo
Seitenzahl: 380
Erscheinungsdatum: 1993
Sprache: Deutsch
ISBN: 9783404613588 (früher: 3404613589)
Verlag: Luebbe Verlagsgruppe
Größe: 11,5 x 18 cm
Taschenbuch


Khady – Die Tränen der Töchter  

Khady – Die Tränen der Töchter

Eine afrikanische Frau bricht ihr Schweigen
(Originaltitel: Mutilée)

Mit sieben Jahren durchleidet die kleine Senegalesin Khady den Albtraum der genitalen Verstümmelung – es bleiben körperliche und seelische Narben, die nie mehr völlig verheilen. Wie viele afrikanische Mädchen wurde auch Khady ganz selbstverständlich der Tradition unterworfen, doch erst als erwachsene Frau hat sie realisiert, wie barbarisch dieser Brauch ist, und begonnen, sich vehement dagegen einzusetzen. Mittlerweile widmet sie ihr Leben ganz der Aufklärungsarbeit und dem Kampf gegen weibliche Genitalbeschneidung, um künftigen Generationen junger Mädchen diese schreckliche Schicksal zu ersparen.
Und ständig versucht Khady sich weiterzubilden, unabhängig zu sein und ihren Kindern eine gute Mutter zu sein. Aber Khady gewinnt letzendlich den langen, qualvollen Kampf und beginnt sich dafür einzusetzen, die Genitalverstümmelungen verbieten zu lassen, sie tritt einer Organisation bei (ist heute Präsidentin von EuroNet, dem europäischen Dachverband gegen weibliche Genitalverstümmelung) und erzählt am Ende des Buches noch einige Sachen über Genitalverstümmelung und sie berichtet von ihrer Arbeit zur Aufklärung gegen Genitalverstümmelung.

Über die Autorin
Khady wurde 1959 im Senegal geboren, mit sieben beschnitten und mit 13 Jahren zwangsverheiratet. Nach langen Jahren ehelicher Gewalt und Unterdrückung lebt Khady heute von ihrem Mann getrennt und widmet sich ganz dem Kampf gegen den barbarischen Brauch der Beschneidung. Sie ist aktives Mitglied von GAMS (Groupe pour l´abolition des mutilation sexuelles) und Präsidentin von EuroNet, dem europäischen Dachverband zahlreicher Institutionen gegen weibliche Genitalverstümmelung. Im Dienste dieser Vereinigungen bereist sie unermüdlich die ganze Welt, um Aufklärungsarbeit zu leisten.



Autor: Khady
Seitenzahl: 223
Erscheinungsdatum: 2006
Sprache: Deutsch
ISBN 10: 3898973689 /
ISBN 13: 9783898973687
Verlag: Weltbild, Augsburg
Größe: 14 x 22 cm
Hardcover


Kind Nr. 95 - Lucia Engombe  

Kind Nr. 95

Meine deutsch-afrikanische Odyssee

Diese Teilbiographie von Lucia Engombe erregte bei ihrem ersten Erscheinen im Jahr 2004 große Anteilnahme, als mit ihrer brisanten und tragischen Geschichte erstmals auch das kollektive Schicksal der „DDR-Kinder' aus Namibia einem breiten Publikum vorgestellt wurde.

Während die DDR als Unrechtsstaat und Gefängnis seiner Bürger bekannt war, wußte kaum jemand etwas von den namibischen 'DDR-Kindern' in abgeschotteten Erziehungsanstalten des 1989 untergegangenen Arbeiter- und Bauernstaates. Auch der menschenverachtende und korrupte Zug der SWAPO-Führer in ihrem bewaffneten Kampf um die Macht in Namibia, wurde mit Kind Nr. 95: Meine deutsch-afrikanische Odysee deutlich vor Augen geführt. Lucia Engombe beschreibt in diesem ergreifenden Buch, das 2013 in seiner zehnten Auflage erschien, ihre kurze, von Flucht und Hunger belastete Kindheit im Ovamboland, ihre Schul- und Kaderausbildung in der DDR, die von 1979 bis 1989 dauerte, ihre Abschiebung nach Namibia mit zahlreichen anderen Mitschülern im Jahr 2000 sowie die folgenden Jahre danach, die sie, ausgesetzt in einem ihr vollkommen fremden Land, maßgeblich durch die Hilfe eines deutschstämmigen Farmerehepaares bewältigte. Entfremdet von der leiblichen Mutter, einer Mätresse des inzwischen als Präsidenten Namibias eingesetzten Sam Nujomas, und im Glauben ihr Vater sei als SWAPO-Kritiker und 'Verräter' längst tot, beschreibt sie eine traumatische Erfahrung nach der anderen, den tragischen Verlust jeglicher Wurzel und die Unmöglichkeit aus eigener Kraft Halt in einem stets fremdbestimmten Leben zu finden.

Über die Tragik dieser mehr als 400 unschuldigen Kinder hinaus, die, in Absprache zwischen Erich Honecker und Sam Nujoma, zu besonders fanatischen SWAPO-Ideologen herangezogen werden sollten, zeigt dieses Buch die häßliche Fratze der Macht und, einmal mehr, die gesellschaftlich akzeptierte Belanglosigkeit menschlichen Treibgutes in der Geschichte.



Autor: Lucia Engombe
Seitenzahl: 381
Erscheinungsdatum: 2004
Sprache: Deutsch
ISBN 10: 3828986285
ISBN-13: 9783828986282
Verlag: Weltbild, Augsburg
Größe: 14 x 19 cm
Hardcover


Traenen im Sand - Nura Abdi  

Tränen im Sand

Erfahrungen

Nura Abdi ist achtundzwanzig Jahre alt und lebt seit neun Jahren in Deutschland. Sie stammt aus Somalia, ist in Mogadischu aufgewachsen und musste wegen Bürgerkriegsunruhen in ihrem Land Hals über Kopf fliehen. Nura wollte in die USA, doch der gefälschte Pass ihrer Cousine, mit dem sie reiste, wurde in Frankfurt entdeckt, was ihre Pläne jäh durchkreuzte. Doch sie gab nicht auf und versuchte, sich in Deutschland ein normales Leben aufzubauen. Aber der Traum eines unbeschwerten Lebens, wie es unzählig deutsche Frauen ihres Alters führen, ist nicht so einfach zu erfüllen, denn Nura ist anders: Im Alter von vier Jahren wurde sie pharaonisch beschnitten, ein grausames, jedoch für Afrikanerinen übliches Ritual, dessen vollen Umfang Nura erst erkennt, als sie sieht, dass europäische Frauen ihr Schicksal nicht teilen ...

Die Autorin:
Nura Abdi wurde 1974 in Mogadischu geboren und verbrachte in der weißen Stadt am indischen Ozean ihre Kindheit. Heute lebt und arbeitet sie in Düsseldorf.


Autor: Nura Abdi
Seitenzahl: 350
Erscheinungsdatum: 2005
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-404-61559-9
Verlag: Bastei Lübbe
Größe: 12,5 x 18,5 cm
Taschenbuch


Tanz mit dem Teufel - Aminatta Forna  

Tanz mit dem Teufel

Meine afrikanische Kindheit

Aminatta Forna ist zehn Jahre alt, als ihr geliebter Vater sich von ihr verabschiedet, in ein Polizeiauto steigt und nie wieder zurückkehrt. In ihrer Heimat Sierra Leone war er ein angesehener Arzt, der mit seiner englischen Frau ein Krankenhaus auf dem Land leitete. Doch bald engagierte er sich in der Politik und die Tragödie nahm ihren Lauf. Fünfundzwanzig Jahre vergehen, bis Aminatta den Mut aufbringt, die Wahrheit über das spurlose Verschwinden ihres Vaters herauszufinden – und über seine Ermordung.

Im Jahr 2000 begann Forna in Sierra Leone für ein Buch über ihren Vater, Mohamed Forna, zu recherchieren. Er war nach seiner Ausbildung zum Arzt in Schottland in der Politik seines seit 1961 unabhängigen Landes aktiv geworden und hatte es bis zum Finanzminister gebracht. 1975, fünf Jahre nachdem er aus Protest gegen undemokratische Tendenzen innerhalb der Regierung zurückgetreten war, wurde er wegen angeblichen Landesverrats hingerichtet. In ihrem Bericht »The Devil that Danced on the Water« (2002; Ü: Der Teufel, der auf dem Wasser tanzte) schildert Forna die skandalösen Hintergründe des Gerichtsverfahrens sowie ihre Kindheit in einem Land, das in Einparteiendiktatur und Bürgerkrieg abrutscht.

Die Autorin:
Aminatta Forna wurde 1964 in Glasgow, Schottland, geboren, woher ihre Mutter stammt. Sie wuchs bei ihrem Vater und ihrer Stiefmutter in Sierra Leone sowie in England auf, wo sie zur Schule ging. Später studierte sie am University College London Rechtswissenschaften. Sie ließ sich in der britischen Hauptstadt nieder und arbeitete zunächst zehn Jahre als Journalistin für die BBC, wo sie für Funk und Fernsehen u.a. Kulturprogramme sowie ein Politikmagazin moderierte. Zudem produzierte sie mehrere Dokumentarfilme.

Der Wunsch, die Hintergründe über den Tod ihres Vaters herauszufinden, der 1975 hingerichtet wurde, führte Forna im Jahr 2000 zu Recherchezwecken nach Sierra Leone zurück.


Autor: Aminatta Forna
Seitenzahl: 656
Erscheinungsdatum: 2002
Sprache: Deutsch
Verlag: Bertelsmann
Größe: 12,5 x 18,5 cm
Paperback


A Long Way Gone – Memoirs of a Boy Soldier  

A Long Way Gone

Memoirs of a Boy Soldier

In a heart-wrenching, candid autobiography, a human rights activist offers a firsthand account of war from the perspective of a former child soldier, detailing the violent civil war that wracked his native Sierra Leone and the government forces that transformed a gentle young boy into a killer as a member of the army.

The devastating story of war through the eyes of a child soldier. Beah tells how, at the age of twelve, he fled attacking rebels and wandered a land rendered unrecognizable by violence. By thirteen, he’d been picked up by the government army, and became a soldier.

My new friends have begun to suspect I haven’t told them the full story of my life.
“Why did you leave Sierra Leone?”
“Because there is a war.”
“You mean, you saw people running around with guns and shooting each other?”
“Yes, all the time.”
“Cool.”
I smile a little.
“You should tell us about it sometime.”
“Yes, sometime.”

This is how wars are fought now: by children, hopped-up on drugs and wielding AK-47s. Children have become soldiers of choice. In the more than fifty conflicts going on worldwide, it is estimated that there are some 300,000 child soldiers. Ishmael Beah used to be one of them.

What is war like through the eyes of a child soldier? How does one become a killer? How does one stop? Child soldiers have been profiled by journalists, and novelists have struggled to imagine their lives. But until now, there has not been a first-person account from someone who came through this hell and survived.

In A Long Way Gone, Beah, now twenty-five years old, tells a riveting story: how at the age of twelve, he fled attacking rebels and wandered a land rendered unrecognizable by violence. By thirteen, he’d been picked up by the government army, and Beah, at heart a gentle boy, found that he was capable of truly terrible acts.

This is a rare and mesmerizing account, told with real literary force and heartbreaking honesty.



Autor: Ishmael Beah
Seitenzahl: 229
Erscheinungsdatum: 2007
Sprache: Englisch
ISBN 10: 0007247087
ISBN 13: 9780007247080
Verlag: Fourth Estate · London
Größe: 13,5 x 21,5 cm
Taschenbuch


Der Wille meines Vaters geschehe 

- Eine Frau aus Kamerun erzählt ihr Leben  

Der Wille meines Vaters geschehe

Eine Frau aus Kamerun erzählt ihr Leben

Eine junge Frau aus Kamerun erzählt ihre Geschichte, die in ihrer Jugend Ende der achtziger Jahre beginnt und in ihr heutiges Leben als Sozialhelferin und allein erziehende Mutter eines zwölfjährigen Mädchens mündet. Dazwischen liegen Jahre, in denen die herrschenden Sitten und Normen sie fast ersticken und sie darum kämpft, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Als Achtzehnjährige verliebt sich Mireille in einen Jungen namens Joseph und wird nach einiger Zeit schwanger. Nach der Geburt des Kindes wollen die beiden heiraten, doch Mireilles Vater, der viele Opfer für ihre Ausbildung bringt, widersetzt sich ihren Plänen. Für sie komme als Mann nur ein Bewohner des Dorfes ihrer Großfamilie in Frage, das fordere die Tradition, erklärt er und zwingt sie in eine Ehe mit dem zwanzig Jahre älteren Michel, der ihr zuwider ist. Von der ersten Nacht an macht dieser deutlich, dass er von ihr, wie ihr Vater, bedingungslosen Gehorsam erwartet. Stellvertretend für Millionen Frauen in afrikanischen Gesellschaften schildert die Autorin ihren Leidensweg. Nur unter großen Mühen und Gefahren gelingt es Mireille schließlich, sich aus ihrer gedemütigten Existenz zu befreien. Immer wieder flieht sie vor ihrem Mann, doch der Vater stimmt der Beendigung der Ehe erst zu, als sie schließlich zum Skelett abgemagert vor ihm steht, von dem Willen beseelt, lieber zu sterben, als zu Michel zurückzukehren. Ein bewegendes Buch, das die Leser Höhen und Abgründe einer afrikanischen Kultur hautnah miterleben lässt.

Die Autorin:
Mireille Makampe, 1969 in Douala geboren, hat nach der Grundschule verschiedene Gymnasien besucht. Seit 1993 lebt sie mit ihrer zwölfjährigen Tochter im Westen Kameruns und arbeitet in einem Krankenhaus. Um sich keiner aus der Veröffentlichung ihres Buches erwachsenden Gefahr auszusetzen, möchte die Autorin unerkannt bleiben.


Autor: Mireille Makampé
Seitenzahl: 256
Erscheinungsdatum: 2001
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3455113451
ISBN-13: 978-3455113457
Verlag: Hoffmann und Campe
Größe: 13,5 x 21 cm
Hardcover


Immaculee Ilibagiza - Aschenbluete
 

Aschenblüte

Ich wurde gerettet, damit ich erzählen kann

Immaculée Ilibagiza überlebte wie durch ein Wunder in einem winzigen Versteck den Völkermord in Ruanda. Mit Hilfe ihres Glaubens gelingt es ihr, die Angst vor Entdeckung und das Grauen der Massaker zu ertragen. Aber auch, den Mördern ihrer Familie zu verzeihen und ein neues Leben zu beginnen. Hier erzählt sie ihre erschütternde Geschichte.

Die Autorin:
Immaculée Ilibagiza wurde 1972 in Ruanda geboren und studierte Elektrotechnik,als 1994 der Bürgerkrieg zwischen den Hutu und den Tutsi ausbrach, bei dem ein Großteil ihrer Familie ums Leben kam. 1998 wanderte sie in die USA aus und arbeitet heute bei der UNO in New York im Rahmen der Entwicklungshilfe für Ruanda. Die Mutter von drei Kindern ist Gründerin der Left to Tell Foundation, die wohltätige Projekte in ganz Afrika unterstützt.


Autor: Immaculée Ilibagiza
Seitenzahl: 334
Erscheinungsdatum: 2006
Sprache: Deutsch
Verlag: Weltbild
Größe: 13,5 x 19 cm
Hardcover


Sklavin - Mende Nazer  

SKLAVIN

Gefangen – Geflohen – Verfolgt

Man nannte sie „yebit“ – das arabische Wort für jemand, der es nicht wert ist, einen Namen zu tragen. Sie schlief eingesperrt in einem Verschlag, sie arbeitete Tag und Nacht, sie wurde geschlagen und bekam keinen Pfennig Lohn. Und das Schlimmste: Sie durfte nicht einen Schritt nach draußen tun ... Dies ist die Geschichte der jungen Nubafrau Mende Nazer, die nicht etwa vor 200 Jahren spielt, sondern heute, im 21. Jahrhundert. Mendes Geschichte ist kein Einzelfall. Und sie endet nicht im tiefen Afrika, sondern bei unseren Nachbarn in Europa: Denn am Tiefpunkt einer jahrelangen erniedrigenden Sklavenexistenz in Khartoum wird Mende nach England verschickt - als Sklavin des Geschäftsträgers des sudanesischen Botschafters in London.

Die Autorin:
Mende Nazer (* ca. 1980 in einem Dorf in den Nuba-Bergen, Dschanub Kurdufan) ist eine britische Schriftstellerin und Menschenrechtsaktivistin sudanesischer Herkunft. Ihr Werk und Wirken beruht auf ihrer Vergangenheit als Sklavin, bekannt wurde sie durch ihre Autobiografie Slave. Ihre Autobiografie wurde mit Hilfe des britischen Film Fonds UK Film Council fürs Fernsehen unter dem Titel „I Am Slave“ verfilmt.


Autor: Mende Nazer
Herausgeber: Damien Lewis
Seitenzahl: 368
Erscheinungsdatum: 2004
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3828971989
ISBN-13: 978-3828971981
Verlag: Knaur
Größe: 12,5 x 19 cm
Taschenbuch


Afrika, mein Leben
Wangari Maathai  

Wangari Maathai

Afrika, mein Leben – Erinnerungen einer Unbeugsamen


Als Wangari Maathai mit dem Friedensnobelpreis geehrt wurde, feierte ganz Nairobi auf den Straßen. Doch nicht alle freuten sich an jenem Abend, nicht der diktatorische Ex-Präsident arap Moi, der sie viele Male verhaften ließ, nicht die Polizisten, die auf sie eingeschlagen hatten, als sie sich schützend vor den Regenwald stellte, nicht die Frauenverbände, die ihre Widerworte gegen die Männerwelt skandalös fanden, und auch nicht ihr Ex-Ehemann, der sie und ihre drei Kinder verließ, weil sie »zu eigensinnig und zu schwer zu kontrollieren« sei.
In ›Afrika, mein Leben‹ erzählt Wangari Maathai bildhaft und anekdotenreich die außergewöhnliche Geschichte ihres Lebens. 1940 in einem Kikuyu-Dorf am Fuße des Mount Kenya geboren, ergriff sie die Chance, in den USA und München Biologie und Veterinärmedizin zu studieren. Zurück in Kenia, wurde sie die erste Professorin des Landes und die erste grüne Politikerin Afrikas. 1977 gründete sie das Aufforstungsprogramm »Green Belt Movement«, das über die Jahrzehnte zu einer panafrikanischen Bewegung wurde. Wangari Maathai starb im September 2011 in Nairobi. Ihr Buch liest sich als Vermächtnis einer charismatischen Frau, die Hoffnung in die Welt trug.

Wangari Maathai wurde 1940 in Nyeri, Kenia, geboren. Sie studierte Biologie in den USA und Deutschland und gründete 1977 das Auffors tungsprojekt »Green Belt Movement«. Sie ist Gründerin der »Green Party of Kenya«. Im Jahr 2002 wurde sie bei den ersten freien Wahlen Kenias ins Parlament gewählt, seit 2003 war sie stellvertretende Ministerin für Umwelt. 2004 wurde sie mit dem Friedensnobelpreis geehrt. Wangari Maathai starb im September 2011 in Nairobi.


Autor: Mende Nazer
Übersetzung: Ursula Wulfekamp
Originaltitel: Unbowed. A Memoir
Seitenzahl: 384
Erscheinungsdatum: 2011
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-8321-6162-0
Verlag: Dumont
Größe: 12,5 x 19 cm
Taschenbuch


Lebensbilder aus Äthiopien  

Lebensbilder aus Äthiopien


Äthiopien – ein afrikanisches Land mit einer ethnischen und sprachlichen Vielfalt, wie kaum anderswo anzutreffen. Ein Land mit einem faszinierenden kulturellen und religiösen Hintergrund. Dreizehn Menschen erzählen ihre eindrucksvollen Lebensbilder, die berühren, beeindrucken und tiefen Respekt verdienen. Lebensbilder, die von einem Leben in Armut mit Zivilcourage, Zuversicht, Optimismus und Entschlossenheit sprechen. Ein äthiopisches Sprichwort besagt: Je kleiner die Eidechse, umso größer ist ihre Hoffnung, ein Krokodil zu werden.

Biografien:
• Enanu Gubay
• Almaz Denekew
• Mergeta Teklemariam Gebeyenu
• Tarekegne
• Roza
• Angoche Kebede
• Berihun Birhanu
• Woldesembet
• Tsehaynesh Abebe
• Rebeka
• Topia Derso
• Yeshitu Alemaw
• Yeshihareg Berihun

Die Geschichte Äthiopiens:
Mariam Halle Selassie I.
Halle Mariam Mengistu
Nationale Wahlen im Jahr 2005
Äthiopiens Kriegserklärung an Somalia
Das Gesundheitswesen
Das Bildungswesen
Die weibliche Genitalverstümmelung
Zwangsheirat und Heirat im Kindesalter
Die Situation der Menschenrtechte:
(Wahlen, Tötungen und Festnahmen nach den Wahlen, Weitere Festnahmen und Tötungen, Gewalt gegen Frauen, Pressefreiheit, Nationale Menschenrechtskommission, Menschenrechtsverteidiger)


Autor: Eric Sigrist
Erscheinungsdatum: 2008
Sprache: Deutsch
Seitenzahl: 140
ISBN-10: 3037411082
ISBN-13: 978-3037411087
Verlag: Carl-Huter-Verlag
Größe: 12,6 x 20 cm
Hardcover


Preußisches Liebesglück - eine deutsche Familie aus Afrika  

Preußisches Liebesglück

Eine deutsche Familie aus Afrika


„Preußisches Liebesglück“ heißt ein Gemälde im Deutschen Historischen Museum, das viele Besucher sofort in ihr Herz schließen. Dargestellt ist ein junger Mann in preußischer Uniform, der eine junge Frau zärtlich umfasst. Ein junges Liebespaar am Ende des 19. Jahrhunderts. Das Besondere: Der Rekrut der königlich-preußischen Armee ist schwarz.

Wie wird ein Mensch afrikanischer Herkunft im Jahr 1890 Musikmeister eines Grenadierregiments in Königsberg? Wie kommt seine Familie nach Deutschland und wie überleben seine Nachkommen die Zeit des Nationalsozialismus? Am Beginn steht die Reise des Prinzen Albrecht von Preußen 1843 nach Ägypten. Dort wird ihm ein kleiner nubischer Junge zum Geschenk gemacht. Der Prinz nimmt den schwarzen Jungen mit nach Deutschland. Der wächst im herrschaftlichen Schloss auf und avanciert zum Silberverwalter und ständigen Begleiter des Prinzen. Sein Sohn macht eine glänzende Karriere beim preußischen Militär und ist ein fest integriertes, hoch geachtetes Mitglied der wilhelminischen Gesellschaft. Sein Name ist Gustav Sabac el Cher, der Soldat auf dem Gemälde. Als echter Preuße und Offizier wird er Mitglied des reaktionären Frontkämpferverbandes Stahlhelm. Bei seiner Beerdigung 1934 liegen Kränze mit Hakenkreuzen auf dem Sarg, und der Kaiser persönlich schreibt aus dem Exil ein Kondolenztelegramm.

Auch die Söhne Gustav Sabac el Chers werden Musiker. In den wilden 20er Jahren spielen sie die neuen Hits aus Übersee. Nach 1933 wird es für sie zusehends schwerer. Nach den Nürnberger Gesetzen haben nur Menschen "deutschen oder artverwandten" Blutes die vollen Bürgerrechte. Die Anwendung dieser Gesetze auf Schwarze und vor allem „schwarze Mischlinge“ ist jedoch in keiner Bestimmung geregelt. Die Brüder sind der Willkür der Ämter und den Anfeindungen der „Volksgenossen“ ausgesetzt.
Als der Krieg ausbricht, sind sie jedoch „deutsch genug“, um Führer, Volk und Vaterland zu dienen. Und sie sind preußisch genug, um dies ohne Zweifel zu tun. Horst Sabac el Cher stirbt als Sanitätssoldat im Kaukasus, sein Bruder Herbert überlebt als Musiker bei der Organisation „Kraft durch Freude“.

Herbert verdrängt seine außergewöhnliche Familiengeschichte. Für seinen Sohn Axel bleibt sie lange nur ein Märchen. Eine Gutenachtgeschichte seiner Mutter von einem kleinen schwarzen Jungen aus Ägypten. Erst durch die Recherchen des Deutschen Historischen Museums zum Gemälde „Preußisches Liebesglück“ erfährt Axel von der besonderen Vergangenheit seiner Familie.


Autoren: Gorch Pieken, Cornelia Kruse
Erscheinungsdatum: 2007
Sprache: Deutsch
Seitenzahl: 271
ISBN: 9783548608532
Verlag: List (Ullstein)
Größe: 12,5 x 19 cm
Taschenbuch


Mein Herz für Afrika - Eine sambische Prinzessin kämpft für das Leben  

Mein Herz für Afrika

Eine sambische Prinzessin kämpft für das Leben


Die idyllische Kindheit von Prinzessin Kasune Zulu wird jäh zerstört, als ihre Eltern einer mysteriösen Krankheit zum Opfer fallen, die sich in Südafrika ausbreitet. Als Waise muss sie sich um ihre sechs Geschwister kümmern. Mit 21 Jahren erfährt sie, dass sie HIV-positiv ist. Sie wird zur Kämpferin. Sie kämpft für 15 Millionen Aids-Waisen und reist für sie durch die ganze Welt: von den staubigen Dörfern Sambias bis zum Weißen Haus und den Vereinten Nationen. Eine wunderbar erzählte Geschichte über Hoffnung, die Not und Tod überwindet.

Princess Kasune Zulu wurde im afrikanischen Sambia geboren. Früh verlor sie ihre Eltern und musste für ihre Geschwister sorgen. Mit 21 Jahren erfuhr sie, dass Sie HIV-positiv ist. Sie kämpft für das Leben und für 15 Millionen Aids-Waisen und reist dafür durch die ganze Welt. Heute ist sie mit ihrem Mann und ihren beiden Töchtern in Chicago zu Hause und arbeitet für die „HOPE Initiative“ von World Vision.
Prinzessin Kasune Zulu ist eine sambische Politikerin und Mitglied der Nationalversammlung von Sambia seit 2016.


Autoren: Princess Kasune Zulu, Belinda Collins
Erscheinungsdatum: 2009
Sprache: Deutsch
Seitenzahl: 336
ISBN: 978-3-7751-5363-8
Verlag: SCM Hänssler
Größe: 14 x 21 cm
Hardcover, gebunden


Der Junge - Eine afrikanische Kindheit  

Der Junge

Eine afrikanische Kindheit


Dies ist die Geschichte eines sehr sensiblen, intelligenten und schwierigen kleinen Jungen, der in einem öden Provinznest ungefähr 160 Kilometer nördlich von Kapstadt aufwächst. Der südafrikanische Autor J. M. Coetzee erzählt in seinem Erinnerungsbuch von dem kleinen Jungen, der er einst war, mit einer erstaunlichen analytischen Nüchternheit gleichsam aus der Distanz des Unbeteiligten. Die Besonderheiten dieser Kindheit sind zum einen bedingt durch die multikulturelle Situation im Südafrika der 40er und 50er Jahre, dem belasteten Nebeneinander von Afrikaanern, Engländern und Schwarzen, und zum anderen durch die individuellen Eigenarten des Jungen, der ein nachdenklicher Einzelgänger ist, sehr an seiner Mutter hängt und den männlich dominierten Lebensformen um ihn herum nichts abgewinnen kann. Das Verhältnis zu seinem Vater, einem in seinem Beruf als Rechtsanwalt glücklosen Mann, changiert zwischen Desinteresse, Unverständnis und Verachtung, doch auch die Liebe zu seiner Mutter empfindet er eher als Belastung und Falle denn als Glück. Gleichaltrige interessieren ihn wenig: die Afrikaaner machen ihm mit ihren groben Spielen angst, und die farbigen Kinder befremden ihn – von einem Tag auf den anderen werden sie von Kindern zu Männern und Frauen und befinden sich schlagartig in einem anderen Leben. Er liebt es, sich in seine Bücher zu vergraben, er ist ein unerbittlicher Beobachter und entwickelt ein genaues Gespür für Widersprüche und Verlogenheit. Er fühlt, daß er anders ist, und wünscht sich doch sehnlich, normal zu sein. J. M. Coetzees meisterliche Charakterstudie eines kleinen Jungen, in dem sich früh der Autor ankündigt, liest sich wie ein Roman.

J. M. Coetzee, 1940 in Kapstadt geboren und Literaturprofessor in seiner Heimatstadt, gehört zu den meistgerühmten südafrikanischen Autoren der Gegenwart. Er wurde für seine Romane mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.


Autor: J. M. Coetzee
Erscheinungsdatum: 1997
Sprache: Deutsch
Seitenzahl: 201
ISBN-10: 3596148375
ISBN-13: 978-3596148370
Verlag: S. Fischer Verlag GmbH
Größe: 13 x 21 cm
Hardcover, gebunden


Waris Dirie
 - Nomadentochter  

Nomadentochter


Waries Dirie kehrt nach 20 Jahren erstmals nach Somalia zurück und trifft ihre Familie wieder. Nach so langer Zeit im Westen werden die Ankunft in ihrer Heimat und vor allem die Wiederbegegnung mit ihrer Mutter für Waris zur Herausforderung, sich mit ihrem früheren und ihrem neuen Leben auseinanderzusetzen. Waris Dirie vermittelt in der faszinierenden Fortsetzung ihrer Autobiographie "Wüstenblume" eine fesselnde und bewegende Sicht auf das Leben in ihrer Heimat: auf den Reichtum an großartigen Traditionen, aber auch auf die archaischen Rollenvorstellungen, die vor allem den Frauen noch heute grausame Fesseln anlegen.

Waris Dirie wurde in der Wüste Somalias geboren. Sie zog mit ihrer Familie, einem Nomadenstamm, von Wasserstelle zu Wasserstelle, ständig im Kampf ums tägliche Überleben. Das erste grausame Erlebnis in der harten, aber geborgenen Welt ihrer Kindheit war ihre Beschneidung im Alter von fünf Jahren – ein Schicksal, das sie mit vielen afrikanischen Frauen teilt. Als sie mit vierzehn Jahren von ihrem Vater gezwungen wurde, einen alten Mann zu heiraten, rebellierte Waris und schaffte es, auf abenteuerlichen Wegen nach London zu fliehen, wo sie als Model entdeckt wurde. Später machte sie in New York eine spektakuläre Karriere. Seit einigen Jahren kämpft sie engagiert gegen die traditionelle Beschneidung von Mädchen in Afrika und anderen Ländern.


Autorin: Waris Dirie
Erscheinungsdatum: 2002
Sprache: Deutsch
Seitenzahl: 288
ISBN-13: 9783442359820
ISBN-10: 3442359821
Verlag: Medienvertieb GmbH Bertelsmann · Der Club
Größe: 14 x 22 cm
Hardcover, gebunden


 Chameleon Days  

Chameleon Days

An American Boyhood in Ethiopia

In 1964, at the age of three, Tim Bascom is thrust into a world of eucalyptus trees and stampeding baboons when his family moves from the Midwest to Ethiopia. The unflinchingly observant narrator of this memoir reveals his missionary parents' struggles in a sometimes hostile country. Sent reluctantly to boarding school in the capital, young Tim finds that beyond the gates enclosing that peculiar, isolated world, conflict roils Ethiopian society. When secret riot drills at school are followed with an attack by rampaging students near his parents' mission station, Tim witnesses the disintegration of his family's African idyll as Haile Selassie's empire begins to crumble. Like Alexandra Fuller's Don't Let's Go to the Dogs Tonight, Chameleon Days chronicles social upheaval through the keen yet naive eyes of a child. Bascom offers readers a fascinating glimpse of missionary life, much as Barbara Kingsolver did in The Poisonwood Bible.

TIM BASCON spent much of his childhood in Ethiopia, where his father, a doctor, worked in mission hospitals. A graduate of the nonfiction writing program at the University of Iowa, he has been published in The Best American Travel Writing. He lives in Newton, Iowa, with his wife and two sons.

 


Autor: Tim Bascom
Erscheinungsdatum: 2006
Sprache: Englisch
Seitenzahl: 240
ISBN-10: 0618658696
ISBN-13: 978-0618658695
Verlag: Mariner
Größe: 14 x 21 cm
Softcover


Facing the Lion  

Facing the Lion

Kindheit und Jugend eines Massai in der afrikanischen Savanne

Joseph ist ein Massai-Junge, ein Nomadenkind in der Savanne Kenias. Ein ausdauernder Läufer, ein gewiefter Rinderhirte, ein Schlingel, der die Pflichten auch schon mal in den Wind schießt, wenn spannende Abwechslung lockt. Auch wenn er der Strafe des kneifenden Mannes nicht immer entwischen kann: Joseph ist der Augenstern der Familie und niemand kann ihm lange böse sein. So lebt er bei allen Entbehrungen, die das Nomadenleben mit sich bringt, glücklich inmitten der Gemeinschaft von Familie und Dorf. Die Werte dieser Gesellschaft sind stark und verbindlich, lassen aber immer Raum für Milde und Nachsicht. Wie alle Jungen sehnt Joseph sich danach, ein echter Krieger zu werden. Einem Löwen direkt in die Augen blicken, ihn töten, sich beweisen als tapferer Jäger! Wenn er auch seinen Löwen nie erlegt, so lässt Joseph doch keine Herausforderung aus. Anders als seine Brüder besucht er die Schule, die mal 8, mal 30, mal 70 km entfernt ist, denn sein Dorf ist immer dort, wo ausreichend Gras für die Rinder wächst. Wenn die Ferien beginnen, dann muss er die Familie suchen – zu Fuß, den Plastikbeutel mit seinen Habseligkeiten über der Schulter.

 


Autor: Joseph Lemasolai Lekuton
Erscheinungsdatum: 2007
Sprache: Deutsch
Seitenzahl: 131
ISBN: 9783779500810
Verlag: Peter Hammer Verlag, Wuppertal
Größe: 14 x 21 cm
Hardcover


Mugabe - Zimbabwes Diktator  

Zimbabwes Diktator

Die Perle, die den Glanz verlor

April 1980: In Salisbury, Südrhodesien – bald Harare, Zimbabwe – herrschte die reine Euphorie. Nach 15 Jahre illegaler Unabhängigkeit, 1965 von der weißen Minderheit erklärt, und einem blutigen Bürgerkrieg war das Land endlich unabhängig. Dem neuen Premierminister Robert Gabriel Mugabe strömte eine Woge guten Willens entgegen, von der afrikanischen, aber auch von der weißen Bevölkerung sowie den Geberländern. Er hatte ein Land übernommen mit einer gesunden, auf Landwirtschaft, Bergbau und Industrie basierten Wirtschaft, das der geachtete Präsident von Tanzania, Julius Nyerere, „die Perle
Afrikas“ nannte. Doch trotz seiner mehrfachen Bachelortitel hat Mugabes Politik der Patronage, Ausbeutung der Staatskasse, Missachtung der Menschenrechte und selbstherrlicher Macht über 36 Jahre endemische Korruption und eine in Luxus schwelgende Elite erzeugt, mit einer unter der Armutsgrenze lebenden Bevölkerungsmehrheit. Die Regierung ist bankrott, in der Staatskasse sind gerade mal 4 Mrd US-Dollar, die kaum noch einen Von-der-Hand-in-den-Mund-Haushalt ermöglichen. Ein Viertel Zimbabwer lebt in der Diaspora. Mitte 2016 sagte endlich die hungernde Mehrheit: genug ist genug! Wobei die Zukunft ungewiss bleibt. Das Buch befasst sich vor allem mit dem Werdegang des Präsidenten Mugabe.


Autorin: Ruth Weiss
Erscheinungsdatum: 2016
Sprache: Deutsch
Seitenzahl: 156
ISBN-10 : 3868411755
ISBN-13 : 978-3868411751
Verlag: Verlag Edition AV
Größe: 13,4 x 21 cm
Taschenbuch


Mariama Bâ: Ein so langer Brief  

Ein so langer Brief

Ein afrikanisches Frauenschicksal

In Briefen an ihre Freundin aus Kindertagen schreibt Ramatoulaye von der Trauer über ihren Mann Modou, der durch einen Herzschlag mitten aus dem Leben gerissen wurde. In Wahrheit hat sie ihn aber schon viel früher verloren, als er sie nach dreissig scheinbar glücklichen Ehejahren, in der sie neun Kinder gebar, wegen einer zweiten Frau verliess. Die zweite Frau ist fast noch ein Kind, das dieselben Rechte begehrt wie sie, das bei den Trauerfeierlichkeiten denselben Rang einnimmt.

In den 40 Tagen ihrer Trauer ruft sie die gemeinsamen Erinnerungen an ihre Kindheit und Jugend wach, an die Ausflüge, an ihre erste Liebe, an ihre Heirat. Und an das beiden gemeinsame Schicksal, ihre Ehemänner – nicht unzufällig gibt es die Namensähnlichkeit zwischen ihrem Mann Modou und Aissatous Mann Mowdo - an jüngere Frauen verloren zu haben. Die Wege der beiden haben sich getrennt, nie aber haben sie darüber ihre innere Verbundenheit verloren. Und so ist es Ramatoulaye möglich, in einem fiktiven Dialog mit ihrer Freundin über Verlust, Trauer und Zorn zum Kern ihrer früheren Liebe zurück zu finden.

„Ein so langer Brief“ war das erste Dokument einer Afrikanerin über die Widersprüche und Konflikte, in denen sich Frauen in islamischen Lebensgemeinschaften befinden, die der religiös und juristisch verankerten polygamen Lebensweise der Männer kaum etwas entgegenzusetzen haben. Er erschien zu einer Zeit, als sich die islamische Gesellschaft Senegals, wie damals die Gesellschaften vieler anderer afrikanischer Länder auch, in einer kulturellen und politischen Aufbruchstimmung befanden.

Auch heute, nach mehr als zwanzig Jahren, in denen sich eine immer radikaler werdende Re-Islamisierung abzeichnet, hat Mariama Bâs Bericht nichts von seiner Aktualität eingebüßt. Im Gegenteil. Vielleicht liegt der Grund auch darin, dass sie ihre Geschichte auf so persönliche Weise erzählt, dass sich darin weit mehr enthüllt, nämlich den jedem Menschen innewohnenden Antrieb, entgegen aller Regeln und Konventionen zu seiner Einzigartigkeit zu finden. Ein leidenschaftlicher Bericht, in dem sich auch das tiefe Wissen mitteilt, wie bedeutsam Trauern ist. Dass manche Menschen erst ihren Partner verlieren müssen, um zu sich selbst zu finden.

In Senegal stiess Mariama Bâs Roman zuerst auf ein kritisches Publikum, heute zählt er zu den Klassikern. In der westlichen Welt fand er auf Anhieb eine begeisterte Leserschaft. „Ein so langer Brief“ wurde zeitgleich mit seinem Erscheinen in acht Sprachen übersetzt und noch im selben Jahr mit dem NOMA, dem wichtigsten afrikanischen Literaturpreis, ausgezeichnet. Allein in Deutschland erreichte der Roman siebzehn Auflagen.

 


Autorin: Mariama Bâ
Erscheinungsdatum: 2016
Sprache: Deutsch
Seitenzahl: 142
ISBN: 3548303846
Verlag: Ullstein
Größe: 11,5 x 18 cm
Taschenbuch