Erste Information
zur 19. Tagung der Gesellschaft
vom 10. bis 12. November in Bremen

1. Tagungsort:
Radisson Blu Hotel; Böttchergasse 2; 28195 Bremen
Phone: 0421 3696 0; Fax: 0421 3696 960
Email: info.bremen@radissonblu.com

2. Übernachtungsmöglichkeiten:
- Radisson Blu, siehe oben
Einzelzimmer: 99,00 €; Doppelzimmer: 111,00 €
- Best Western Hotel zur Post
Bahnhofsplatz 11; 28195 Bremen
Phone: 0421 3059 0; Fax: 0421 3059 591
Email: info@zurpost.bestwestern.de
Einzelzimmer: 92,79 €; Doppelzimmer: 112,58 €
- Star Inn Hotel Columbus Bremen
- Hotel Classico Bremen
- Intercity Hotel Bremen

3. Anmeldung:
- Teilnahmegebühr 98,00€ (incl. 1 gemeinsames Abendessen; 3 Kaffeepausen)
- Ihre Übernachtungswünsche richten Sie bitte an das Hotel.
- Ihre Tagungsteilnahmebestätigung (bis 30.09.17)bitte an:
Dr Klaus Bettin; Freiherr-vom-Stein-Allee 19;
99425 Weimar; Email: klaus.bettin@gmx.net;
Fax: 03643 901023.
Überweisung Teilnahmegebühren an: Orbis Aethiopicus
Postbank Frankfurt/M.;
IBAN: DE54 5001 0060 0617 7826 06
BIC: PBNKDEFF

4. Tagungsthema:
Aethiopia, Habesch, das Land des Priesters Johannes, Abessinien - Äthiopien zwischen Forschung und Abenteuer
Die komplette Agenda der Tagung geht Ihnen mit nächster Information zu.
Dr Klaus Bettin
Orbis Äthiopicus

Hier die Agenda (als PDF)
Agenda

 


 

Die Gesellschaft Orbis Aethiopicus gibt mit großer Freude bekannt, dass dem Vorsitzenden des Kuratoriums der Gesellschaft Orbis Aethiopicus

Dr. Asfa-Wossen Prinz Asserate

am 04.10. 2016 vom Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland das Bundesverdientkreuz am Bande verliehen wurde.

 

Die Laudatio:

Der aus Äthiopien stammende Historiker, Unternehmensberater und Autor ist in der Bundesrepublik einer der herausragenden Vermittler zwischen den europäischen und afrikanischen Kulturen.

Darüber hinaus sind sein Wissen und seine Erfahrung auch zu Fragen der wirtschaftlichen und politischen Entwicklung in Afrika, zur Verantwortung Europas und zu aktuellen Ereignissen immer wieder gefragt.

Asfa-Wossen Asserate engagiert sich in vielen Gremien, so war er Mitglied im Innovationsbeirat des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und im Kuratorium des bundesweiten Wettbewerbs „Jugend debattiert“.

Als Autor hat er zahlreiche Bücher sowohl zur Geschichte Afrikas als auch zur Kulturgeschichte Deutschlands veröffentlicht.

Asfa-Wossen Asserate gilt als Brückenbauer zwischen den Völkern, der uns hilft, nicht nur die Welt besser zu verstehen, sondern auch uns selbst.

 


 

Erste Information
zur Jahrestagung 2016 in Weimar


18. Wissenschaftliche Tagung der Gesellschaft Orbis Aethiopicus
04. – 06. November 2016


Ort: Hotel Kaiserin Augusta (direkt gegenüber dem Hauptbahnhof)
Carl-August-Allee 17
99423 Weimar
Phone: 049-3643 2340
Fax: 049-3643 234 444
Email: reservierung@hotel-kaiserin-augusta.de
Reservierungen unter Code: Orbis

Übernachtung (Vorzugspreis für Tagungsteilnehmer):
Einzelzimmer 69,00 €
Doppelzimmer 86,00 €

Parken (Tiefgarage): 10,00 €/d

Tagungsgebühren: 90,00 € (Including 3 Kaffeepausen;
1 gemeinsames Abendessen Buffet nach Thüringer Art und
1 gemeinsames Abendessen im historischen Weißen Schwan – gegenüber dem Goethehaus –
„… der weiße Schwan begrüßt dich jederzeit mit offenen Flügeln.“ Goethe an Friedrich Zelter)

Tip: Für Interessenten kann ein Vorprogramm organisiert werden (z.B. Anna- Amalia-Bibliothek – Besuch sonst nur mit Voranmeldung möglich! / Goethe- oder Schillerhaus / Liszt-Haus / Stadtrundfahrt o.a.), Preise/Person auf Anfrage.

Mit der nächsten Information zur Tagung im Januar/Februar erhalten Sie das konkrete Anmeldeprocedere und die Themenstellung der Tagung.

Dr. Klaus Bettin

P.S.: Den Bildbericht von der Eröffnung des Wukro-Museums in Äthiopien erhielten Sie von Dr. Melchers sicher alle.
Bleibt mir noch ein Hinweis: Nutzen Sie die Empfehlung zur Realisierung Ihrer originalen Kaffeezeremonie.

 


Nachruf

Univ. Prof. Dr. habil. Andrzej Zaborski
Afrikanist und Orientalist
7. Oktober 1942 – 1. Oktober 2014


Das Institut für Afrikawissenschaften der Universität Wien bedauert sehr, die traurige Nachricht über den Tod von Prof. Andrzej Zaborski weitergeben zu müssen.
Zaborski wurde am 7. Oktober 1942 in Krakau geboren und studierte ab 1960 Arabistik, Semitistik und Afrikanistik an der Uniwersytet Jagielloński. 1976 erwarb er mit der Habilitationsschrift „Das Verb im Kuschitischen“ die Lehrbefugnis für „Hamito-Semitistik“ (afroasiatische Sprachen) und 1984 habilitierte er sich auch an der Universität Wien für Afrikanistik. Nach Anstellungen als Assistent, assoziierter Professor und außerordentlicher Professor an der Abteilung (später Institut) für Orientalische Philologie wurde er im Jahr 2000 ordentlicher Professor und gleichzeitig Direktor der Abteilung für afroasiatische Philologie in Krakau. Als Spezialist des von ihm vertretenen Faches war Zaborski international vernetzt und anerkannt. Er nahm an mehr als 130 Konferenzen teil und hat über 200 Publikationen verfasst.
Als der Afrikanist Hans Günther Mukarovsky als erster Vorstand des kürzlich von der Ägyptologie getrennten und nun selbständigen Wiener Instituts für Afrikanistik Zaborski im Dezember 1979 zunächst als Gastlektor, dann als Dozenten, gewinnen wollte, war das der Beginn einer Reihe von Lehrverpflichtungen, die der Wissenschaftler aus Polen in den 1980er und 1990er Jahren in Wien angenommen hat. Zaborski bot in Wien Lehrveranstaltungen über kuschitische Sprachen (Somali und Oromo) und Amharisch, sowie zur Grammatik von semitischen Sprachen oder zu den Literaturen Äthiopiens an. Bis 1999 scheint er auch im Lehrveranstaltungsangebot des Instituts für Orientalistik der Universität Wien (z. B. Aramäisch) auf.
Mit dem plötzlichen Ableben von Prof. Andrzej Zaborski hat niemand gerechnet. Afrikanistik und Orientalistik haben mit ihm einen produktiven Wissenschaftler verloren, der sich besonders um das Wissen über afroasiatische Sprachen verdient gemacht hat.

Institut für Afrikawissenschaften der Universität Wien,
8. Oktober 2014

Einer seiner letzten Beiträge bei:
www.koeppe.de

 


Nachruf

Dr. Klaus Wedekind

Zusammen mit seiner Ehefrau Charlotte forschte Klaus Wedekind von 1973 bis zu seinem Ruhestand 1999 an den kuschitischen Sprachen Gedeo und Burji in Äthiopien. An den Übersetzungen des Neuen Testaments in diese Sprachen waren beide maßgeblich beteiligt. In den Sommermonaten leitete Klaus Wedekind die Ausbildungskurse des „Seminar für Sprachmethodik“ in Burbach-Holzhausen und prägte eine Vielzahl von SIL-Mitarbeitern. In 2005 veröffentlichten Klaus und Charlotte Wedekind zusammen mit Abuzeinab Musa eine „Beja Pedagogical Grammar“ in Afrikanistik Online. Im vergangenen Jahr schloss Klaus Wedekind die Arbeit an einem Beja-Wörterbuch ab, das für Beja-Sprecher gedacht ist. Bis zum Schluss beriet Klaus Wedekind zahlreiche Sprachwissenschaftler in Äthiopien und anderen Ländern Ostafrikas.

Klaus Wedekind war ein Mann der persönlichen Kontakte. In Gesprächen widmete er sich ganz seinem Gegenüber und überlegte dann die nächsten Schritte, die seinem Gegenüber weiterhelfen würden. In seiner Freundesliste notierte er sich das Musikinstrument, das die betreffende Person spielte.

Klaus hinterlässt seine Frau Charlotte und die Kinder Anne und Micha mit deren Familien. Wir werden Klaus vermissen - sein Humor und seine Tatkraft werden uns fehlen.

Einer seiner letzten Beiträge bei:
www.koeppe.de

 


Nachruf

Der Vorstand von Orbis Aethiopicus,
Gesellschaft zur Erhaltung und Förderung äthiopischer Kultur,
teilt in Trauer mit, daß sein Gründungs- und Vorstandsmitglied,

Dr. Friedrich Vogel

am 11. März 2015 verstorben ist.

Für sein Wirken, seinen Einsatz und seine stete Hilfe für den Verein werden
wir ihn dankend in Erinnerung halten und seiner in Ehren gedenken.

Prof. Dr. Walter Raunig
Vorsitzender der
Gesellschaft

Prinz Dr. Asfa-Wossen Asserate
Kuratoriumsvorsitzender


 

Die 17. Wissenschaftliche Tagung der Gesellschaft Orbis Aethiopicus findet vom
16. - 18.Oktober 2015 unter dem Arbeitsthema

„Äthiopien und seine Bedeutung und
Stellung vom Mittelalter bis Adwa“

in A-5161 Salzburg-Elixhausen, Romantikhotel statt

Nähere Informationen unter:
kbettin@otelo-online.de

 


 

Ein Bericht zur Eröffnung einer freien Schule in Hawzien

Am 29. September 2014 war es so weit: Die neue Schule wurde mit einem großen Fest eröffnet.

Der Trägerverein der Schule, " FINKS SOCIETY FOR INTEGRATED DEVELOPMENT' HAWZIEN' hatte zum Eröffnungsfest circa 350 Gäste geladen, darunter die Honoratioren* des Ortes Hawzien und des Kreises Woreda, dazu uns 10 Europäer, die extra zu diesem Schuleröffnungstermin anreisten.

Einen Tag vor der großen Feier saßen wir mit Dr. Atsbaha Gebre-Selassie, dem Vorstandsvorsitzenden und Gründer des Trägervereins, zusammen. Mit ihm gemeinsam hatten mein Mann und ich dieses Kindergarten- und Schulprojekt im Jahr 2000 angedacht und später verwirklicht. Er stellte uns den Ablauf des Festtages vor und erklärte uns, es gäbe nach dem offiziellen Teil ein Festessen, das von allen Angestellten, Eltern und Dorfbewohnern gemeinsam vorbereitet und finanziert wurde. Wir mussten erneut lernen, dass der Gast in Äthiopien geehrt wird. Man würde für ihn seinen letzten Brotkrumen hergeben. Alle waren tagelang damit beschäftigt gewesen, die nötigen Dinge zusammenzutragen, zu kochen und zu backen. Hinter den Kindergartengebäuden hingen unter einem extra für diesen Zweck gebauten Sonnendach aus Eukalyptus bereits eine geschlachtete Kuh und 2 Schafe zum Ausbluten. Zum Glück waren noch Ferien und die Kinder mussten das nicht mit ansehen. Auf dem Grundstück verteilt hatte man mehrere flache Erdkuhlen angelegt und mit Holzkohle gefüllt, um darauf in Töpfen verschieden gewürzte Nationalgerichte zu kochen. Es wurden keine Mühen gescheut, denn jetzt war die Gelegenheit, den europäischen Unterstützern zu danken. Und wir haben diese Dankbarkeit gespürt.

Als ich Atsbaha die Frage stellte, wie das Essen angeboten werden sollte – vielleicht als Büffet ­–, entgegnete Atsbaha ganz empört: "Dorothea, wir sind doch nicht in Deutschland! Hier wird der Gast geehrt, verwöhnt und bedient!!" Und dies Bedienen geschah später wunderbar reibungslos und diszipliniert.

Jeder Gast sollte bequem sitzen können. Daher zogen die Esel und der Maulesel am Tag vorher mit ihren Karren an uns vorbei und kamen mit hoch aufgetürmten Stuhlbergen zurück. Helfer verteilten die Sitzgelegenheiten im großen Saal der Schule, bei dem inzwischen die Falttür an der Längsseite zum Innenhof hin geöffnet worden war.

Dann brach der 29. September an und die Gäste strömten auf das Grundstück. Alles durfte angeschaut werden: die Ställe, die Bäckerei, der Kindergarten und das brandneue Schulgebäude.

Nach einer Weile fand sich die inzwischen große Anzahl der Besucher im Saal ein und wurde von Atsbaha in seiner verbindlichen Art begrüßt, sodass sich jeder Einzelne persönlich angesprochen fühlte. Atsbaha stellte kurz den Ablauf der Feier vor, führte dann weiterhin durch das Programm und übersetzte, wenn es notwendig war.

Zunächst forderte er mich auf, das Wort zu ergreifen. Ich begrüßte alle und sagte: "Mein Mann und ich haben 1958 bis 1965 in Addis Abeba gelebt und als Lehrer gearbeitet. Wir sind viel im Land herumgereist und haben die ersten Entwicklungshelfer dabei beobachtet, wie sie ihre Hilfsprogramme umsetzten. Wir erlebten mit, wie zunächst die Amerikaner mit ihrem ‚POINT-FOUR-PROGRAMM' mit fertigen Konzepten ins Land kamen und den Bewohnern dementsprechende Projekte vorsetzten. Schon damals ist uns klar geworden, dass wirkliche Hilfe nur anders geleistet werden kann, nämlich mit den Menschen zusammen und von ihren eigenen Ideen ausgehend.

[Was ich in meiner Ansprache nicht erwähnte, aber als Hintergrundinformation wichtig ist: 1974 brachte die Politik im Lande leider alles durcheinander. Das kommunistische Regime unter Konsul Mengistu herrschte im Land, man ermordete den Kaiser und alle, die ein höheres Amt innehatten, wurden erschossen oder eingesperrt. Es verging viel Zeit, bis auch in Äthiopien der Kommunismus sein Ende fand und langsam Normalität einkehrte.]

Mein Mann und ich besuchten 2000 das erste Mal wieder Äthiopien, bereits mit der Absicht, dort ein soziales Projekt zu begründen. Wir trafen in einem Misereor-Projekt in Wukro auf Atsbaha, der in Göttingen studiert hatte. Am Abend unserer Ankunft bekamen wir Kaffee und Tee angeboten und ich bat um einen Kräutertee. Atsbaha, der dort biologische Landwirtschaft unterrichtete, lief in seinen Schulgarten und kehrte mit einem großen Strauß duftender Kräuter zurück. Begeistert sog ich diesen herrlichen Duft in mich hinein und rief: ‚Dr. Atsbaha, Sie müssen Heilkräuter anbauen!' ‚Das will ich!' Und wir antworteten: ‚Wir helfen Ihnen dabei.' Das war der Anfang einer wunderbaren Zusammenarbeit. Wenig später stand unser Plan, einen Kindergarten und später einen Kräutergarten in Hawzien zu errichten. Der Bürgermeister stellte uns ad hoc 3 ha Land zur Verfügung und ein Bonner Lehrer veranstaltete einen "Sponsor-Walk" mit den Schülern des St. Adelheid Gymnasiums in Bonn, der uns 20.000 Euro für den Rohbau des Kindergartens brachte." An dieser Stelle meiner kleinen Ansprache berichteten Dr. Atsbaha und ich kurz, wie viele liebe Spender es gebraucht hatte, um dieses wunderbare Projekt aufzubauen. Ich fuhr fort: "Viele, viele kleine Spender waren ganz plötzlich zur Stelle und überwiesen monatlich eine Kleinigkeit. Alle wollten helfen. Auch heute noch wollen sie euch unterstützen, weil sie sich wünschen, dass es auch euch gut gehen soll und ihr euer Land selber aufbauen und eure sehr alte Kultur bewahren könnt, wenn wir euch eine gute Schulbildung ermöglichen mit anschließender Berufsausbildung.

Als wir dann 2004 das erste Mal mit dem Architekten Lothar Pascher Äthiopien besuchten, der auf dem großen Grundstück die Lage des Kindergartens festlegen sollte, liefen uns viele Kinder hinterher. Kurz entschlossen bildeten die Ehefrau des Architekten und ich mit allen Kindern einen großen Kreis und begannen auf Deutsch: ‚Zeigt her eure Füßchen …'. Alle Kinder plapperten mit und hatten ihren Spaß. Dieses Spiel habe ich fortan jedes Mal mit allen Kindergartenkindern gespielt, wenn ich zu meinen berufsbegleitenden pädagogischen Kursen angereist bin."

Und auch jetzt, am Tag der Schuleinweihung, gingen die neuen Erstklässler mit Elisabeth Jordi an der Spitze sehr diszipliniert in einer langen Reihe in den Innenhof der Schule, um einen Kreis zu bilden für "Show here your feet, show here your shoes and look, what the busy washingwomen do." Mein Enkel Frédérik als mein Assistent, Atsbaha und ich traten dazu und los ging's.

Alle Besucher konnten von ihren Plätzen im Saal aus zuschauen. Wir bekamen einen rauschenden Beifall.

Zenebu Demisse, eine unserer tüchtigen Kindergärtnerinnen, führte uns nun ein mit den zukünftigen Erstklässlern eingeübtes Gedicht vor. Es war hervorragend erarbeitet und gelang fehlerlos.

Zenebu Demisse ist eine langjährige Stütze unseres Projektes. Unser Kindergarten ist 2006 eröffnet worden. Zurzeit werden dort 120 Kinder in 3 Gruppenhäusern betreut, jeweils von einer Kindergärtnerin und einer Helferin. Die Erzieherinnen sind inzwischen gut geschult. Angelika Wagner, eine Kindergärtnerin aus Deutschland, konnte viel zur Waldorfpädagogik anlegen. Elisabeth Jordi, eine Lehrerin aus Wien, hat sich sehr engagiert, die dürftigen Englischkenntnisse der Angestellten aufzubessern. Sie ist jetzt die Gründungslehrerin für die erste Klasse und bildet die zwei neuen Lehrkräfte fort: Mrs. Medhin und Mr.Tsigab.

Der 29. September war ein ganz besonderer Tag, denn jetzt wurden erstmals Kinder vom eigenen Kindergarten in der neuen Schule eingeschult. Es ist eine freie Schule, die Waldorfpädagogik benutzt, eine Pädagogik, die den ganzen Menschen ausbildet, nicht nur den Kopf. Die beiden neuen Lehrenden werden diese Pädagogik nach und nach besser verstehen lernen, während sie mit diesem Ansatz arbeiten. Sie können zu eigenen Erkenntnissen kommen und ein Gefühl für das entwickeln, was sie tun und wie sie es tun, damit sich die Kinder wohlfühlen, Freude am Unterricht haben und die Welt besser verstehen lernen.

Wir haben gleich zu Anfang schon im Kindergarten ein Goethewort über unsere Arbeitsweise gestellt: "Allein du übst die Hand, du übst den Blick, jetzt üb` auch den Verstand …" Bei der Schuleröffnung konnte ich den Eltern unsere Lernmethode anhand dieser Goetheaussage ein wenig erklären.

Zum Schluss meiner kurzen Rede nutzte ich die Gelegenheit, meinen Sohn Olin als meinen Nachfolger vorzustellen, da ich leider aus Altersgründen ausscheiden werde. Olin und seine Frau Penelope waren mit mir zusammen angereist und saßen hinter mir. "Bis heute sind die Fäden für das Projekt bei Atsbaha und mir zusammengelaufen. Doch nun brauche ich einen verlässlichen Menschen, der diese Verantwortung übernimmt, und ich bin glücklich, dass Olin dazu bereit ist. Er verfügt bereits über Erfahrung mit dem Projekt, da er sich beim Schulbau um die Pläne und Verwaltung der Gelder kümmerte. Wir hatten das Glück, dass die Freunde der Erziehungskunst für uns einen Antrag bei der BMZ stellen konnten, sodass der deutsche Staat 75 % der Kosten für die Schule übernommen hat. Unser Ansprechpartner beim BMZ war Herr Ricke, der jetzt hier bei der Eröffnungsfeier dabei ist." Olin bedankte sich für das Vertrauen.

Auch anwesend war unser Architekt "Pano", der "sein" Werk kritisch betrachtete und sich Gedanken über einen Erweiterungsbau machen konnte.

Unter den Gästen befand sich zudem Magdalena Bächtle, eine Biologiestudentin, die uns seit der 11. Klasse treu zur Seite steht und den Schulbau finanziell mit Schülerinitiativen unterstützt. Sie hielt eine kurze Rede und bedankte sich bei den Eltern der Kindergartenkinder dafür, dass sie immer wieder nach Hawzien kommen durfte und dort freundlich aufgenommen wurde.

Nun folgten die offiziellen Ansprachen auf Amharisch und Tigrinya von: Ato Ahferom, District Administrator von Hawzien. - Ato Habtai, Bürgermeister von Hawzien. – Ato Solomon, Leiter der Schulbehörde von Hawzien District. - Ato Altakhilti, District Justice Office und viele andere Vertreter von lokalen Behörden - dann bekam jeder Europäer persönlich eine Dankesurkunde überreicht ­­– erst danach wurde das Essen serviert. Zum Essen gab es übrigens das landesübliche selbstgebraute Bier oder in Flaschen abgefülltes Mineralwasser.

Nach dem köstlichen Mahl spielte ein älterer Mann unentwegt auf seinem Instrument alte Weisen, zu denen mehr und mehr Menschen miteinander tanzten.

Die Hochstimmung hielt bis zum Schluss an.

Dorothea Roenpage – im November 2014

 


 

Nachruf

Die Gesellschaft Orbis Aethiopicus trauert um ihr langjähriges Mitglied

Dorothea  Georgieff

verstorben am 11.05. 2014

Frau Dorothea Georgieff widmete ihre Lebensenergie und ihre Liebe Äthiopien,
dem Land ihrer Lebensprägung.

Gemeinsam mit ihrem 1996 verstorbenen Gatten, Dr. med. Georgi Gorgieff,
lebte
und arbeitete sie langjährig in Äthiopien.
Ihre Erfahrungen und ihr Wissen um die spezifischen Probleme des Lebens am
Horn von Afrika brachte sie auch als Mitglied in die Gesellschaft Orbis Aethiopicusein.

Wir gedenken Ihrer in Dankbarkeit.

Vorstand und Kuratorium der
Gesellschaft Orbis Aethiopicus

 


 

Jahresmitgliederversammlung

Sehr geehrte Mitglieder der Gesellschaft Orbis Aethiopicus

Der Vorstand der Gesellschaft lädt sehr herzlich zur
Jahresmitgliederversammlung
am 18. Oktober 2014 nach Frankfurt/Main ein.

Tagungsort: Kaffee/Restaurant Herr Franz, Ulmenstraße 20 in 60325 Frankfurt/Main

Tagesordnung:
1. Begrüßung
2. Bericht des Vorstandes
3. Bericht zur Kassensituation Schatzmeister
4. Kassenprüfungsbericht
5. Entlastung Vorstand, Schatzmeister, Kassenprüfer
6. Aktivitäten in 2015
7. Sonst


In der Hoffnung, Sie in Frankfurt willkommen zu heißen,
Ihr
Dr. Klaus Bettin


Wir bitten Sie sehr herzlich um Rückinformation bis zum 30. August 2014.

Anmeldung (PDF)